Beförderungsbedingungen (Fluggäste und Gepäck international)

1.
Begriffsbestimmungen
2.
Anwendungsbereich
3.
Codeshare Flüge
4.
Flugscheine
5.
Flugunterbrechungen (Stopover)
6.
Flugtarife und Reiserouten
7.
Änderung der Reiseroute, nicht erfolgte Beförderung und verpasste Anschlussflüge
8.
Reservierungen
 
9.
Einchecken
10.
Ablehnung und Beschränkung der Beförderung
11.
Gepäck (A) – (C)
Gepäck (D) – (G)
Gepäck (H) – (K)
12.
Flugpläne, Verzögerungen und Flugstreichungen
13.
Erstattungen
14.
Bodentransport
15.
16.
Verwaltungsformalitäten
17.
Sukzessive Luftfrachtführer
18.
Haftung des Luftfrachtführers
19.
Fristen für Ansprüche und Klagen
20.
Vorrangiges Gesetz
21.
Änderungen und Verzicht
 
Erganzende Bestimmungen
11.
Gepäck (A) – (C)
(A)
Annahmebeschränkung
(1)
Als Gepäck nicht anzunehmende Gegenstände:
(a)
Gegenstände, die laut Artikel 1 kein Gepäck darstellen.
(b)
Gegenstände, die geeignet sind, das Flugzeug oder Personen oder das Eigentum von Personen an Bord des Flugzeugs zu gefährden, so wie sie in den Gefahrgutregeln der ICAO (International Civil Aviation Organization) und der IATA (International Air Transport Association) sowie in den JAL Vorschriften aufgeführt sind;
(c)
Gegenstände, deren Beförderung nach den Vorschriften eines Staates oder Landes, von dem aus geflogen, der angeflogen oder überflogen wird, verboten ist;
(d)
Gegenstände, die nach Ermessen von JAL wegen ihres Gewichts, ihrer Größe oder Art, zum Beispiel aufgrund ihrer Verderblichkeit oder Zerbrechlichkeit zur Beförderung ungeeignet sind.
(e)
Lebende Tiere mit Ausnahme der in Paragraph (K) dieses Artikels genannten Tiere oder
(f)
Schuss-, Hieb- und Stoßwaffen oder ähnliche Gegenstände mit Ausnahme der in den JAL Vorschriften genehmigten Gegenstände.
(2)
JAL kann die Beförderung von Gegenständen ablehnen oder notwendige Maßnahmen ergreifen, falls es sich bei diesen Gegenständen laut obigen Abschnitt (1) um nicht anzunehmende Gegenstände handelt; dasselbe gilt für die Weiterbeförderung solcher Gegenstände, sobald diese entdeckt werden.
(3)
JAL nimmt zerbrechliche oder verderbliche Gegenstände, Geld, Schmuck, Edelmetalle, Effekten, Wertpapiere oder sonstige Wertgegenstände, Geschäftspapiere, Reisepässe oder andere für eine Reise erforderlichen Ausweispapiere sowie Muster nicht als aufgegebenes Gepäck an.
(4)
JAL kann die Beförderung von Gepäck als aufgegebenes Gepäck ablehnen, wenn es nicht ordnungsgemäß in Koffern oder ähnlichen Behältern verpackt ist, um eine sichere Beförderung mit der üblichen Vorsicht bei der Behandlung zu gewährleisten.
(5)
Falls ein in Abschnitt (1) dieses Paragraphen genannter Gegenstand befördert wird, so gelten für dessen Beförderung die Gebühren, Haftungsbeschränkungen sowie alle anderen Vorschriften dieser Beförderungsbedingungen; dabei ist es unerheblich, ob die Beförderung des Gegenstandes als Gepäck zulässig ist oder nicht.
(B)
Sicherheitskontrolle
(1)
Ein Passagier hat sich jeder von der Regierung, vom Flughafenbetreiber, dessen Vertretern oder von JAL geforderten Sicherheitsprüfung zu unterziehen, es sei denn, sie werden von der Regierung, dem Flughafenbetreiber, dessen Vertreter oder von JAL als unnötig erachtet.
(2)
JAL wird den Inhalt des Gepäcks durch Öffnen der Koffer oder sonstiger Behälter des Fluggastes und/oder durch die Verwendung von Geräten im Beisein des Fluggastes oder einer dritten Person untersuchen, falls JAL dies aus Sicherheitsgründen (einschließlich aber nicht ausschließlich zur Verhinderung der illegalen Übernahme, Kontrolle oder Zerstörung des Flugzeugs) und/oder sonstigen Gründen für notwendig hält. Ungeachtet des obigen Abschnittes kann JAL das Gepäck eines Fluggastes auch in seiner An-/Abwesenheit (oder in der Abwesenheit einer dritten Person) untersuchen, um festzustellen, ob sich im Gepäck oder im Besitz des Fluggastes ein in Abschnitt (1), Paragraph (A) dieses Artikels verbotener Gegenstand befindet.
(3)
JAL wird den Fluggast durch Abtasten seiner/ihrer Kleidung und persönlichen Gegenstände einschließlich Perücken mit Hilfe von Instrumenten wie zum Beispiel Metalldetektoren für die Zwecke der Sicherheitsüberprüfung oder aus jeglichen anderen Gründen (einschließlich aber nicht ausschließlich um eine illegale Übernahme, Kontrolle oder Zerstörung des Flugzeugs zu verhindern) untersuchen.
(4)
Falls ein Fluggast der in Abschnitt (2) dieses Paragraphen erläuterten Untersuchung durch JAL nicht zustimmt, wird JAL die Beförderung des Gepäcks dieses Fluggastes ablehnen.
(5)
Falls ein Fluggast der in Abschnitt (3) dieses Paragraphen erläuterten Untersuchung durch JAL nicht zustimmt, wird JAL die Beförderung dieses Fluggastes ablehnen.
(6)
Sollte JAL bei einer solchen oder in Abschnitt (2) oder (3) dieses Paragraphen beschriebenen Untersuchung gefährliche, verderbliche oder nicht geeignete Gegenstände laut Abschnitt (1), Paragraph (A) dieses Artikels finden, so kann JAL die Beförderung des Gepäcks ablehnen oder das Gepäck notfalls entfernen oder entsorgen.
(C)
Aufgegebenes Gepäck
(1)
Wenn ein Luftfrachtführer kein aufgegebenes Gepäck akzeptiert, berechtigt kein Teil dieser Beförderungsbedingungen den Passagier sein/ihr Gepäck aufzugeben.
(2)
Falls die JAL Vorschriften oder die geltenden Gesetze nichts anderes vorsehen, so nimmt JAL das Gepäck als aufgegebenes Gepäck an, welches vom Fluggast nach Vorlage eines gültigen Flugscheins, der die Beförderung des Gepäcks durch JAL oder durch JAL und einen oder mehrere andere Luftfrachtführer vorsieht, am von JAL vorgeschriebenen Ort und zur von JAL vorgeschriebenen Zeit aufgegeben wird. JAL nimmt in folgenden Fällen kein Gepäck als aufgegebenes Gepäck an:
(a)
Das Gepäck soll an einen anderen Ort als den im Flugschein aufgeführten Bestimmungsort oder auf einer nicht im Flugschein aufgeführten Reiseroute befördert werden.
(b)
Das Gepäck soll an einen anderen Ort als den Ort der Flugunterbrechung oder als den Ort, an dem der Fluggast einen Anschlussflug von einem anderen Flughafen als dem im Flugschein angegebenen Ankunftsflughafen aus antritt, es sei denn, die JAL Vorschriften sehen eine andere Regelung vor.
(c)
Das Gepäck soll an einen anderen Ort als den für den Gepäcktransfer an einen anderen Luftfrachtführer vorgesehenen Ort befördert werden, sofern JAL mit dem Luftfrachtführer keine Gepäckvereinbarung hat oder sofern bei diesem Luftfrachtführer Beförderungsbedingungen für Gepäck gelten, die sich nicht mit den Bedingungen von JAL decken.
(d)
Das Gepäck soll auf einer Strecke befördert werden, für die der Fluggast keine Reservierung hat.
(e)
Das Gepäck soll an einen anderen Ort befördert werden als der Ort, an dem der Fluggast das Gepäck ganz oder teilweise entgegennehmen möchte.
(f)
Das Gepäck soll auf einer Strecke befördert werden, für die der Fluggast nicht alle anwendbaren Gebühren zahlt.
(3)
Nach Anlieferung des aufzugebenden Gepäcks vermerkt JAL im Flugschein die Anzahl der Gepäckstücke und/oder das Gewicht des aufgegebenen Gepäcks (was die Ausstellung des Gepäckscheins darstellt) und gibt für jedes aufgegebene Gepäckstück eine Gepäckidentifizierungsmarke aus.
(4)
Falls ein Gepäckstück des aufgegebenen Gepäcks keinen Namen, die Initialen oder eine andere persönliche Identifizierung aufweist, so muss der Fluggast vor der Akzeptanz des Gepäcks durch JAL eine solche Identifizierung am Gepäck anbringen.
(5)
JAL befördert, sofern möglich, das aufgegebene Gepäck mit demselben Flugzeug, in dem auch der Passagier befördert wird, es sei denn, dass JAL diese Beförderung für schwierig oder nicht durchführbar hält. In diesem Falle befördert JAL das aufgegebene Gepäck mit einem anderen Flug, mit dem es ohne Überschreitung des Höchstgewichts befördert werden kann, oder mit einem anderen Transportservice.
(6)
Falls nicht anders mit JAL vorab vereinbart, lehnt JAL die Annahme von Gepäckstücken ab, deren maximale Außenlänge, maximale Außenhöhe und maximale Außenbreite (hiernach bezeichnet als die „Summe der drei Maße'') 203 Zentimeter (80 inches) übersteigt oder die aufgrund ihrer Dimensionen nicht im Frachtbereich des jeweiligen Flugzeugs untergebracht werden können und/oder deren Gewicht 32 kg (70 Pounds) übersteigt. Falls JAL einer solchen Gepäckbeförderung zustimmt, fallen Gebühren laut JAL Vorschriften an.
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